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Während des ersten Weltkrieges, als viele Männer in den Krieg ziehen mussten, waren alle männlichen Einwohner ab dem 15. Lebensjahr verpflichtet, in die Lösch- und Hilfsmannschaften einzutreten. Wer unentschuldigt den Übungen fernblieb oder zu spät kam, wurde gemeldet und konnte bestraft werden.

 Nachdem im Frühjahr 1920 die ehemaligen Heeresangehörigen aus der Gefangenschaft zurückgekehrt waren, wurde die Feuerwehr neu formiert zu „Feuerlöschmannschaften".

Diese hatte dann eine Personalstärke von 61 Mann. Es sollten nun jährlich 2 bis 3 Proben durchgeführt werden. Alle 5 Jahre wurden die Löscheinrichtungen von einem Feuerinspektor besichtigt.

 Interessant ist ein Schreiben von der Freiwilligen Feuerwehr Möckmühl an das Bürgermeisteramt Ruchsen. Kommandant Gmelin gibt darin die Anregung, dass die beiden Feuerwehren, um für größere Brandfälle gerüstet zu sein, Hand in Hand arbeiten sollten.

Ob es schon damals zu gemeinsamen Übungen der beiden Wehren kam, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Es ist aber bekannt, dass bei Bränden in Ruchsen die Feuerwehr Möckmühl schon damals Löschhilfe geleistet hat.

Im Oktober 1936 wurde vom Bürgermeisteramt Möckmühl die Gemeinde Ruchsen um Beteiligung an den Kosten der zu beschaffenden Motorspritze gebeten. Ruchsen hatte sich aber schon an der Motorspritze in Adelsheim beteiligt.

 

Über das Feuerlöschwesens während des 3. Reiches sind kaum Niederschriften vorhanden. Von älteren Einwohnern konnte man erfahren, dass während des zweiten Weltkriegs auch Frauen zu den Löschmannschaften gehörten.

1940 wurde die Gemeinde mehrmals aufgefordert, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen.

Der Zeitpunkt, wann die Pflichtwehr dann in die heutige Freiwillige Feuerwehr Ruchsen umgestaltet wurde, kann nicht genau festgestellt werden. Eine Aktennotiz weist darauf hin, dass es erst nach Kriegsende geschehen ist. Ein Gründungsprotokoll oder eine Niederschrift war nicht auffindbar.

abt_ruchsen_1956 Im Jahre 1950 hatte die Freiwillige Feuerwehr Ruchsen eine Personalstärke von 20 Mann. Die alte Feuerwehrspritze aus dem Jahre 1850 tat ihren Dienst bis in das Jahr 1956 hinein. Das Bild zeigt eine der letzten Übungen.

 

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