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Aufstiegsverbot für Himmelslaternen in Kraft

Das Aufsteigenlassen von Himmelslaternen wurde jetzt in Baden-Württemberg aufgrund ihrer hohen Brandgefahr verboten. Verstöße gegen das Verbot werden mit einem Bußgeld von bis zu 5.000 Euro geahndet. Himmelslaternen sind mit einer Flamme bestückte Papierlampions, die vor allem bei Hochzeiten gerne in den Nachthimmel geschickt werden. Sie werden auch „Kong-Ming-Laterne“, „Sky-Laterne“, „Glückslaterne“, „Wunschlaterne“ oder „Fluglaterne“ genannt.

Die Himmelslaternen können große Strecken zurücklegen, wobei ihre Flugrichtung durch wechselnde Windrichtungen unvorhersehbar ist. Sie Können bei der Landung schwere Brände verursachen, weshalb ihr Gebrauch in 14 der 16 Bundesländer bereits verboten ist. Ein besonders hohes Risiko besteht naturgemäß, wenn Himmelslaternen bei trockener Witterung oder nach längeren Hitzeperioden eingesetzt werden (Waldbrandgefahr). Aber auch bei anderen Wetterbedingungen besteht die Gefahr, dass Brände an Gebäuden entstehen können. Die Polizeiordnung des Innenministeriums zur Verhütung von Gefahren durch unbemannte ballonartige Leuchtkörper (Himmelslaternenverordnung) vom 24. Januar 2012 wurde auf Seite 62 veröffentlicht und ist am 25. Februar 2012 in Kraft getreten. Wir bitten die Feuerwehren, bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit gerade zu Beginn der Grill- und Freiluftsaison auf das Verbot und das damit verbundene Bußgeld hinzuweisen.

 

Ute Windmüller

Regierungsdirektorin

Innenministerium Baden-Württemberg

 

So schön die Himmelslaternen auch sind und so gerne sie bei besonderen Anlässen verwendet werden, so gefährlich sind sie auch. Durch viele Brände, welche durch diese zur Mode gewordenen Leuchtkörper ausgelöst wurden, kam nun ein Aufstiegsverbot der Flugkörper durch das Innenministerium.

Polizeiverordnung des Innenministeriums zur Verhütung von Gefahren durch unbemannte ballonartige Leuchtkörper (Himmelslaternenverordnung)

Vom 24. Januar 2012: Auf Grund von § 10 Abs. 1 in Verbindung mit § 1 Abs. 1 und § 13 Satz 1 des Polizeigesetzes in der Fassung von 13. Januar 1992 (GBI. S. 1) wird verordnet:

§ 1

Das Aufsteigen lassen von unbemannten ballonartigen Leuchtkörpern, bei denen der Auftrieb durch die von einer eigenen offenen Feuerquelle erwärmte Luft erzeugt wird und die insbesondere unter den Bezeichnungen „Himmelslaternen“, „Kong-Ming-Laterne“, „Sky-Laterne“, „Sky-ballon“, „Glückslaterne“, „Wunschlaterne“ oder „Fluglaterne“ bekannt sind, ist verboten.

§ 2

Ordnungswidrig nach § 18 des Polizeigesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 1 dieser Verordnung unbemannte ballonartige Leuchtkörper aufsteigen lässt. Die Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu 5.000 Euro geahndet werden.

§ 3

Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündigung in Kraft.

Stuttgart, den 24. Januar 2012 Gall/Innenminister

GBI. Vom 24.02.2012

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